Geschichte: FSK und Gremienwahlen

Aus Das Dschungelbuch
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Zwar wollen uns ProfessorInnen und Minister glauben machen, sinnvolle Anträge fänden immer eine Mehrheit, unabhängig davon, wer sie einbringt. Nur heißt dies de facto, dass, was sinnvoll ist, die professorale Mehrheit bestimmt ... und wer einmal erlebt hat, wie stilvoll z.B. ein studentischer Redebeitrag in einem Gremium als nicht sachgerecht abgelehnt werden kann, wird ein für alle mal die Hoffnung verlieren, durch braves Antragstellen alleine etwas zu erreichen.

Die FSK ist keine Hochschulgruppe und sie will auch nicht nur in den offiziellen Gremien arbeiten, damit die Studierenden dort auch mal was sagen können. Die unabhängige Struktur der FSK erlaubte die Artikulation und Organisation studentischer Belange und Interessen trotz der bestehenden - bzw. nicht bestehenden - Gremien. Durch die Koordination der Fachschaften waren FSK-Mitglieder in den Gremien über die Fächer informiert, können "Schiebereien" aufdecken und fachliche Argumente einbringen, ohne das betreffende Fach selbst zu studieren. Der Erfolg war dünn - aber wahrnehmbar.

Daher stellten die Fachschaften und die FSK zu den Uniwahlen KandidatInnen auf, um die wenigen Möglichkeiten studentischer Mitwirkung in den Gremien möglichst effektiv zu nutzen. Zwar war die Wahlbeteiligung mit um die 10% relativ gering, dennoch gibt es immer ca. zehnmal mehr studentische WählerInnen als professorale. Diejenigen, die wählen gingen, zeigten mit ihrer Entscheidung, dass sie dem FSK-Konzept zustimmten; diejenigen, die nicht wählen gingen, wollten zumindest nicht dagegen stimmen.

Seit 1989 erzielt die FSK die Mehrheit bei den Uniwahlen, zu denen auch hochschulpolitische Gruppen wie die GRÜNE Hochschulgruppe, die JungSozialistInnen (JUSOS), die Liberale Hochschulgruppe (L.H.G.) oder der Ring Christlich Demokratischer Studenten (RCDS) für einige Gremien Listen aufstellen. Insgesamt stellen die Fachschaften die Mehrheit der studentischen Mitglieder in den universitären Gremien. Auch im AStA stellte die FSK die meisten Mitglieder und kann damit die geringen Mittel (ca. 45.000 /Jahr) für die Unterstützung studentischer Aktivitäten verwenden. Vor allem konnten damit die Positionen der Fachschaften und der Gruppen, die mit ihnen zusammen arbeiten, uniweit und über die Uni hinaus zu Gehör gebracht werden.