Forum für internationale Sicherheit Heidelberg

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Forum für internationale Sicherheit

Das Forum für internationale Sicherheit Heidelberg e.V. (FiS) ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein, der auf Initiative von Studierenden und Promovierenden des Institut für Politische Wissenschaft Heidelberg der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg Im Jahr 2009 gegründet wurde. Das Ziel der gemeinnützigen Organisation ist die Vernetzung unterschiedlicher Institutionen und Akteure, die sich mit der Außen- und Sicherheitspolitik, der Konfliktforschung und dem Völkerrecht beschäftigen. Ein besonderer Fokus wird hierbei auf die Verbindung zwischen Wissenschaft und Praxis gelegt. Das FiS bietet hierbei jährlich verschiedene Veranstaltungen sowohl für ein hochspezifisches Fachpublikum als auch für eine breite, interessierte Öffentlichkeit an. Zu den festen, wiederkehrenden Formaten zählen dabei unter anderem der jährliche Heidelberger Dialog zur internationalen Sicherheit, öffentliche Vortragsreihen und Podiumsdiskussionen zu sicherheitspolitischen Entwicklungen sowie Kunstausstellungen, die aktuelle soziale und gesellschaftspolitische Brennpunkte widerspiegeln sollen.

Heidelberger Dialog zur internationalen Sicherheit

Der Heidelberger Dialog zur internationalen Sicherheit (kurz: HDiS) ist ein seit 2009 jährlich stattfindendes, mehrtägiges Treffen von Experten aus Wissenschaft, Politik und Praxis mit interessierten Studenten aus Deutschland und ganz Europa zu relevanten sicherheitspolitischen Themen. Der HDiS bietet dabei durch die verschiedenen Formate der Workshops, Seminare und Podiumsdiskussionen den Studierenden sowohl die Chance einer intensiven und fundierten Auseinandersetzung eines sicherheitspolitischen Themas in Theorie und Praxis als auch die Möglichkeit Kontakte zu den Vortragenden und dem übrigen Fachpublikum zu knüpfen. Angeschlossen an jeden HDiS findet sich dabei mindestens eine öffentliche Veranstaltung, bei der besonders kontroverse und den aktuellen Diskurs dominierende Themen vor einem breiten interessierten Publikum vorgetragen werden.


2016 – Epidemien und Pandemien als unkalkulierbares Risiko? Regulierung von Gesundheit und Sicherheit in einer vernetzten Welt

Der achte Heidelberger Dialog zur internationalen Sicherheit widmet sich dem hochrelevanten, aber noch wenig durchdrungenem Feld der Risiken durch Epidemien und Pandemien. Der Medizin-Nobelpreisträger Frank Macfarlane Burnet ging in den 1970er Jahren noch davon aus, dass Infektionskrankheiten im 21. Jahrhundert ausgerottet sein werden. Dies stellte sich leider als zu optimistisch heraus. Bereits in den 1980er Jahren brach das HIV aus und fordert bis heute, trotz intensiver Bekämpfung und jüngsten Forschungserfolgen, jährlich über eine Million Menschenleben. Aber auch „alte“ und überwunden geglaubte Seuchen traten in den 1990er und 2000er ein trauriges Revival an, wie etwa die Cholera in Peru und die Pest in Indien.

Die jüngsten Fälle, die Ebolafieber-Epidemie 2014 in Westafrika und der Zika-Virus in Südamerika, führen uns auch heute vor Augen, dass diese Thematik von hoher Relevanz war und bleiben wird. Der HDiS 2016 möchte einen Beitrag dazu leisten, die Forschung und Arbeit auf diesem Feld weiter anzuregen sowie die Relevanz des Themas bei NachwuchswissenschaftlerInnen, aber auch in der Öffentlichkeit aufzuzeigen.

Zentrales Element des HDiS sind zwei parallel laufende Workshops. Zum einen zum Thema "Pandemien – Sicherheitspolitische Herausforderung in einer globalisierten Welt", geleitet von Prof. Dr. Wolfgang Hein vom German Institute of Global and Area Studies und zum anderen "Epidemien und Pandemien im Jahr 2030", das von Dr. Johannes Gabriel vom Foresight Institute geleitet wird. Auf der öffentlich stattfindenden Podiumsdiskussion "Bereit für den Ernstfall? Eine Bilanz des deutschen Engagements in der Ebola-Krise" diskutieren die Parlamentarische Staatssekretärin im Gesundheitsministerium Frau Annette Widmann-Mauz, Herr Dr. Christian Kleine von Ärzte ohne Grenzen und Frau Oberfeldveterinärin Dr. Katalyn Roßmann (Kommando Sanitätsdienst der Bundeswehr), Moderation Prof. Dr. Ilona Kickbusch. Der Heidelberger Dialog zur Internationalen Sicherheit 2016 wird vom 28.–30. Oktober 2016 stattfinden.

2015 – Auf dem Weg zur globalen Verantwortung? – Die deutsche Außenpolitik im Wandel

Stimmen für eine Veränderung der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik werden – auch global – immer lauter: Forderungen nach der größeren Übernahme von Verantwortung finden zunehmend Resonanz. Wie diese als „Normalisierung“ beschriebene Rolle jedoch ausgestaltet sein soll, darüber herrscht in weiten Teilen Unsicherheit und Uneinigkeit. Der siebte Heidelberger Dialog zur internationalen Sicherheit: „Auf dem Weg zur globalen Verantwortung? – Die deutsche Außenpolitik im Wandel“ widmete sich daher eingehend und facettenreich dieser Frage. Der Heidelberger Dialog 2015 fand vom 24 bis 25. Oktober in Heidelberg statt.

2014 – Die Schattenseiten der Globalisierung: Transnationale organisierte Kriminalität und die Grenzen der traditionellen Staatlichkeit

HDiS 2014 mit Sebastian Harnisch, Stefan Körner (Politiker), Heiko Maas, Moritz Rödle, Jürgen Storbeck

Die Welt wird immer kleiner, Handels- und Kommunikationsnetzwerke umspannen inzwischen die ganze Welt und verbinden die entferntesten und unterschiedlichsten Orte miteinander, was die Ausdehnung der transnationalen organisierten Kriminalität (TOK) vorantreibt. Welche Folgen dies auf die Sicherheit verschiedener Staaten und deren Bevölkerung bedeutet, war Thema des sechsten Heidelberger Dialogs zur internationalen Sicherheit.

2013 – Reise ins Ungewisse: Migration als Problem transnationaler Sicherheit

Mit dem fünften Heidelberger Dialog widmet sich das Forum für internationale Sicherheit in diesem Jahr einem medial allgegenwärtigen Thema – der Migration und Flucht im Kontext von Krisen und Konflikten. Krisenbedingte Migration ist für den Einzelnen oftmals eine Frage des Überlebens, während sie gleichzeitig die aufnehmenden Gesellschaften und Staaten vor erhebliche Herausforderungen stellen und ganze Regionen destabilisieren kann.

2012 – Zum Verhältnis von Entwicklungs- und Sicherheitspolitik

Mit dem vierten Heidelberger Dialog widmete sich das Forum für internationale Sicherheit im Jahr 2012 einem Kernthema der internationalen Beziehungen, das Wissenschaft wie praktische Politik gleichermaßen umtreibt: Wie können, sollen und müssen entwicklungs- und sicherheitspolitische Strategien miteinander verknüpft oder voneinander getrennt werden, um angesichts sich abzeichnender globaler Herausforderungen gemeinsam erfolgreich zu sein, ohne sich gegenseitig zu blockieren oder gar zu gefährden?

2011 – Auf dem Weg ins chinesische Jahrhundert?

Der dritte HDiS zielte darauf ab, die Macht Chinas und die Problemfelder, mit denen das Land konfrontiert ist, aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu beleuchten. Einerseits wurden die wirtschaftlichen, militärischen und kulturellen Ressourcen, die der chinesischen Macht zugrunde liegen, empirisch betrachtet und analysiert. Andererseits wurden die nationale, regionale und globale Ebene beleuchtet.

2010 – Mitgegangen, mitgefangen…

Im Zentrum der durch die ZEIT-Stiftung und die Universität Heidelberg geförderten, dreitägigen Veranstaltung stand die Frage nach den Möglichkeiten und Hindernissen praktischer Politik hinsichtlich externer militärischer Interventionen. Im Konkreten wurde dabei auf die internationale Intervention in Afghanistan und mögliche Exit-Optionen im Rahmen des Einsatzes Bezug genommen.

2009 – Schwache Staatlichkeit als globale Herausforderung

Im Vordergrung des ersten HDiS 2009 standen die besonderen Herausforderungen, die sich infolge schwacher Staatlichkeit für das Management gewaltsamer Konflikte, für das moderne Völkerrecht sowie für die deutsche Außenpolitik ergeben.

Vortragsreihen

Das Forum für internationale Sicherheit organisiert mit der Unterstützung der deutschen atlantischen Gesellschaft e.V. Vortragsreihen zu aktuellen sicherheitspolitischen Ereignissen. Zu den Vortragenden zählen dabei PolitikerInnen, WissenschaftlerInnen, Diplomaten, VertreterInnen von Militär, NGOs und sonstige ExpertInnen. Die kostenlosen öffentlichen Veranstaltungen finden meist in den Räumen des Heidelberg Center for American Studies statt und richten sich an eine interessierte Öffentlichkeit.

Ausstellungen

Mit den Ausstellungen möchte das Forum für internationale Sicherheit die wissenschaftliche Distanz gegenüber sicherheitspolitischen Ereignissen überbrücken und die direkten Auswirkungen für Land und Menschen aufzeigen. Zu diesem Zweck lädt das Forum für internationale Sicherheit mit freundlicher Unterstützung der Campus Bibliothek Heidelberg zu Ausstellungen aktueller Künstler und Fotografen, die ihre Werke in den Räumen der Bibliothek präsentieren. Die Ausstellungen werden dabei meist durch eine Vernissage eröffnet und während der Ausstellung von verschiedenen Vorträgen erläuternd begleitet.Aktuelle Ausstellung FiS.

KuratorenInnen

• Reinhard Bettzuege
• Aurel Croissant
• Sebastian Harnisch
• Detlef Junker
• Karl-Heinz Kamp
• Karl-Heinz Lather
• Hanns W. Maull
• Peter Schlotter
• Peter Schmidt
• Jamie Shea


Preise

Weblinks

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